Wohnmobil und Nachhaltigkeit – BUMO Fernreisemobil

Wohnmobil und Nachhaltigkeit – BUMO Fernreisemobil

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Auf dem Caravan Salon 2019 in Düsseldorf bot sich uns die Gelegenheit, die „Macher“ von BUMO zu treffen. In Sachen Wohnmobil und Nachhaltigkeit ist BUMO einzigartig. So grün, natürlich und nachhaltig kann mobiles Reisen sein.

Wie alles begann …

Birgit Dinkel-Buchner und Peter Buchner hatten einen Traum.

Wohnmobil und Nachhaltigkeit - BUMO
Zwei Menschen mit Visionen

Ihr treuer und langjähriger Reisebegleiter „Schnuffel“ war in die Jahre gekommen. Ein neues Wohnmobil musste, sollte her. Aber wenn schon neu, dann anders, fanden die Buchner. Sie wollten keinen seelenlosen Kasten auf vier Rädern. Keine anonyme „Weißware“ vom Fließband eines Volumenherstellers. Ihr Wohnmobil sollte Individualität und Persönlichkeit haben. Natürlicher und nachhaltiger sein. Ressourcen schonen. Ihren ökologischen Fußabdruck beim Reisen kleiner gestalten. Also für das stehen, was ihnen sowohl privat als auch beruflich am Herzen liegt.

Trotz der „grünen Seele“, die sich die Familie Buchner für ihr zukünftiges Wohnmobil wünschte, wollten sie keine Abstriche bei der technischen Ausrüstung, beim Komfort und bei der Sicherheit machen. Die Zeiten, in denen sich Peter Buchner nach dem Studium in einem nicht ganz bequemen wie auch nur bedingt verlässlichen älteren Kastenwagen eine Auszeit gegönnt hatte, waren ein für alle Mal passé. Ein Wohnmobil nach dem Geschmack von Birgit Dinkel-Buchner und Peter Buchner sollte ein rollendes Domizil sein, in dem sie sich an jedem Platz der Welt zu Hause fühlen könnten. Ihr ganz persönliches Wohlfühl-Fernreisemobil sollte es werden.

„Träumt weiter!“, sagten Freunde und Bekannte.

Die Vision – ein Fernreisemobil mit „grüner“ Seele

Denn ein Wohnmobil, das die Wunschkriterien von Birgit und Peter Buchner erfüllte, gab es auf der ganzen Welt nicht. Aber aufgeben, resignieren, das liegt nicht im Naturell der Buchner. Hinzu kommt, dass Peter Buchner nicht nur passionierter Camper, sondern Chef eines engagierten wie innovativen Konstruktionsbüros in Mühlacker ist. Dort werden für namhafte Fahrzeughersteller Bauteile herstellungsgerecht und funktionsfähig entwickelt, wobei auch Prototypen, Kleinstserien und Einzelstücke gefertigt werden. In der dazugehörigen kleinen, aber feinen Manufaktur widmet man sich u. a. speziellen Anforderungen von Forstgeräten. Kreativ sein, innovative Weg gehen, tüfteln, knobeln und ständig verbessern sowie das gekonnte Bündeln von Kompetenzen an einem Standort, das liegt dem Team von FormIT in Mühlacker im Blut. Damit lässt sich Großartiges und Neues leisten.

So schlug vor gut drei Jahren die geistige Geburtsstunde von BUMO. Denn Birgit Dinkel-Buchner und Peter Buchner beschlossen IHR Wohnmobil nach IHREN ganz persönlichen Kriterien zu erschaffen.

Wohnmobil und Nachhaltigkeit – BUMO auf dem Caravan Salon 2019

Wohnmobilund Nachhaltigkeit - BUMO
BUMO auf dem Caravan Salon 2019

Wir vom Team Traumfährten treffen Birgit Dinkel-Buchner und Peter Buchner mit Hund Timi auf dem Caravan Salon in Düsseldorf. Sie sind, wie wir auch, bereits am Donnerstag angekommen und haben mit BUMO einen Stellplatz im Caravan Center bezogen.

Wir schütteln zur Begrüßung die Hände, dann sind wir auch schon mittendrin im Gespräch. Denn nach einem kurzen sprachlosen Staunen sprudeln die Fragen aus uns heraus. Natürlich haben wir uns als Vorbereitung für unser Interview auf der Internetzpräsenz von BUMO umgeschaut, haben jedes Video auf YouTube dazu gesehen, Artikel in der einschlägigen Fachpresse gelesen. Aber wenn man so direkt vor BUMO steht, dann vergisst man das meiste davon sofort wieder. Wie auch meine sorgfältig zu Hause notierten Fragen. Denn BUMO beeindruckt. BUMO spricht alle Sinne an. Unsere Fragen kommen daher erst einmal tief aus dem Bauch.

  • „Wow, wie seid Ihr auf die Idee gekommen?
  • „Muss man das Holz, mit dem BUMO verkleidet ist, eigentlich streichen?
  • „Könnt Ihr bei so einem Wohnmobil noch in Ruhe reisen oder spricht man Euch dauernd an?“
  • „Wozu sind die beiden Auslässe rechts und links?“
  • „Wie haltet Ihr es mit der Stromversorgung?“

BUMO – Nachhaltig und natürlich mobil reisen

Peter Buchner bringt mit seiner ruhigen reflektierten Art Ordnung in unser Fragenchaos. Nein, das Holz, mit der die Wohnbox von BUMO verkleidet ist, muss nicht gestrichen werden. Sibirische Lärche ist von Natur aus hart und aufgrund des hohen Harzgehaltes sehr witterungsbeständig. Außerdem wurde das Holz hinterlüftet montiert, sodass Luft zirkulieren kann und die Verkleidung trotz vielfältiger Witterungseinflüsse vor Verrotten geschützt ist. „Aber“, so fügt Peter Buchner hinzu, „wir sind flexibel. Wenn ein Kunde keine Lärche möchte, fertigen wird die Fassade auch aus Aluminiumblech an. Wir planen und fertigen nach Kundenwunsch.“

Ein Konstruktionswunsch von Birgit und Peter Buchner war, dass die Wohnkabine komplett absetzbar ist. Standard Twistlock und Hebehydraulik machen es möglich. So kann einerseits die Kabine abgesetzt werden, wenn man, auch auf Reisen, das Fahrzeug einmal allein zum Beispiel zum Einkaufen oder zum Stadtbesuch nutzen möchte. Andererseits kann eine BUMO-Wohnbox auch auf ein bereits bestehendes Fahrzeug, ob Neuwagen oder Gebrauchtfahrzeug, aufgebaut werden. Sollte man später einmal das Fahrzeug wechseln wollen, ist auch das machbar, sofern man in der gleichen Gewichtsklasse bleibt. Bei welchem anderen Hersteller ist das sonst so möglich? Der BUMO Wohnkoffer ist dank seines Aluminiums- oder Stahlrahmens sehr stabil, sicher und langlebig. Ebenfalls ein wichtiger Aspekt von Nachhaltigkeit.

Wohnmobil und Nachhaltigkeit - BUMO
Natürliche Materialien und doch stabil gebaut

Meine Frage zu den beiden außen sichtbaren Abflusseinrichtungen beantwortet Birgit Dinkel-Buchner:

Wohnmobil und Nachhaltigkeit – bei BUMO passt einfach alles

„Wir haben uns bewusst für zwei Abwassertanks mit zwei getrennten Entsorgungsabläufen entschieden. Der eine Abwassertank nimmt das Wasser vom Bad auf. Da wir ausschließlich biologisch abbaubares, also umweltfreundliches Shampoo und Duschgel verwenden, kann das Wasser vom Bad auch mal im Einlauf eines Kanalmischsystems entsorgt werden. Im Küchenabwassertank landen neben unserem ebenfalls voll biologisch abbaubaren Spülmittel jedoch auch Fette und Verunreinigungen vom Kochen. Das Küchenabwasser entsorgen wir in einer klassischen Ver- und Entsorgungsstation.“

Küche ist für mich als (ebenfalls) Kochbuchautorin ja immer ein gutes Thema. Während Peter Buchner meiner besseren Wohnmobilhälfte gerade erklärt, dass in BUMO satte zwei Jahre Planung und ein Jahr Konstruktion mit dem firmeneigenen Team stecken, steigen Birgit Buchner und ich die Stufen zum Eingang der Wohnbox hinauf. Die mit Holz verkleidete Terrasse, die auf der ganzen Aufbaubreite ausziehbar ist, lugt derzeit nur ein Stück hervor. Weil immer noch Fahrzeuge im Caravan Center ankommen, machen sich Birgit und Peter Buchner für heute noch ein bisschen „klein“, erleichtern passierenden Wohnmobilen oder Gespannen die Durchfahrt. Der Donnerstag ist auf dem Caravan Salon in Düsseldorf für viele traditionell der Anreisetag.

Wohnmobil und Nachhaltigkeit – BUMO – Die inneren Werte

Es ist heiß in Düsseldorf, wie das Außenthermometer mit gut 30° Celsius anzeigt. Im Inneren von BUMO ist es ohne Klimaanlage mit 26° Celsius angenehm temperiert. Die Dämmung aus Holzwolle für die Seitenwände und aus Schafswolle für Dach und Boden schützt nicht nur vor Kälte, sondern auch vor Sommerhitze. Normalerweise halte ich zu fremdem Eigentum ja immer Abstand, aber bei BUMO kann ich nicht anders. Mit den Fingerspitzen streiche ich über das helle Holz, mit dem der Innenbereich verkleidet ist.

„Dreischichtverleimtes Zirbenholz“, erklärt Birgit Buchner. „Das wird in Österreich seit alters gern als Möbelholz und für den Innenausbau, besonders in Schlafzimmern genutzt. Es duftet nicht nur angenehm, …“

„Stimmt!“, stelle ich fest.

„…, sondern sorgt auch für einen guten und gesunden Schlaf, weil es nachweislich die Herzfrequenz senkt“, fährt Birgit Dinkel-Buchner fort. „Außerdem zeigt Zirbe eine antibakterielle Wirkung und verhindert Pilzbildung.“ Mit der Hand weist sie auf den gemütlichen Schlafraum. „Der Schlafbereich ist meine ganz persönliche Wohlfühlzone, ein Ort, wo ich mich zum Lesen und Entspannen gern zurückziehe.“

„Das würde mir ebenso gehen“, stimme ich ihr zu. Aber vor dem Zubettgehen interessiert mich natürlich die Küche. Auch Birgit Buchner ist eine passionierte Köchin, was sich in der Küchenausrüstung widerspiegelt. Gekocht werden kann wahlweise mit Gas (ein 200 Liter Gastank samt LPG-Anschluss ist verbaut) oder mit Induktion. In einem separaten Fach unterhalb der Schlafzimmerkoje ist ein Thermomix untergebracht, den Birgit Buchner gern und oft benutzt. Der absolute Clou in der BUMO Küche ist jedoch der Holzofen, der sowohl zum Heizen wie auch zum Kochen genutzt werden kann. Passende Holzscheite sind in einem separaten Aufbewahrungsfach griffbereit gestapelt. Sich an frischen Herbstabenden oder in der Weihnachtszeit in die gemütliche L-förmige Sitzecke kuscheln und ein gutes Buch lesen, während die Holzscheite im Ofen knacken und ein Topf mit Glühwein auf der Herdplatte des Ofens köchelt … Schöner kann mobiles Reisen wirklich nicht sein, denke ich.

Autarkie auf höchstem Niveau mit maximalem Komfort

Birgit Buchner lächelt, denn wir schwimmen diesbezüglich auf der gleichen gedanklichen Wellenlänge. Peter Buchner, der inzwischen mit meiner besseren Wohnmobilhälfte in das Innere gekommen ist, gibt uns einen kurzen Überblick über die inneren Werte von BUMO. Zeigt uns, wie Autarkie auf höchstem Niveau mit maximalem Komfort kombinierbar ist: Ob 1.200 Watt Solaranlage, Lithium-Ionen-Batterien im Umfang von 600 Ah plus Batteriemanagement und Wechselrichter, Alde-Warmwasserheizung, Regenwasser-Auffanganlage mit Filter, chemiefreie Trenntoilette, frostgeschützte Abwassertanks, zwei Edelstahltanks mit jeweils 200 Liter Fassungsvermögen und noch vieles mehr … Wer mit BUMO nachhaltig unterwegs ist, muss auf nichts, was das mobile Reisen so schön und komfortabel macht, verzichten.

Peter Buchner BUMO
Peter Buchners mobiles Büro

Birgit Buchner bückt sich kurz und präsentiert uns lachend einen Staubsaugerschlauch. „Ein fest eingebauter Staubsauger war mir, gerade weil mir mit Timi reisen, wichtig.“

Der dunkelblonde Golden Retriever Rüde bellt draußen kurz auf, als er seinen Namen hört. Er liebt das Reisen mit dem Wohnmobil und fühlt sich in BUMO „hundewohl“. Auch Tiere profitieren eben von einem perfekten Raumklima.

Wir könnten noch stundenlang über BUMO weiterreden. Aber unsere beiden Hunde warten in unserem (leider nicht so nachhaltigem) Wohnmobil darauf, nach der langen Anreise ein wenig die Umgebung des Caravan Centers zu erkunden.

Das BUMO-Wohnbox Konzept

„Und? Wohin geht nach Düsseldorf Eure nächste Reise?“, möchte ich beim Abschied wissen.

Birgit Dinkel-Buchner lächelt ein bisschen wehmütig, strahlt aber gleichzeitig Zufriedenheit und Stolz aus.

„BUMO ist ja unser gemeinsames Projekt, unser ganz eigenes Wohnmobil-Baby, weil wir damit für längere Zeit auf Reisen gehen wollten. Aber das muss jetzt noch ein bisschen warten.“

„Weil es uns ein persönliches Vergnügen und eine Ehre ist, sich um jeden Einzelnen unserer Kunden zu kümmern“, fügt Peter Buchner hinzu.

Wohnmobil und Nachhaltigkeit - BUMO

Denn was die beiden Naturliebhaber und Fans von nordischen Reiseregionen ursprünglich als Individualprojekt begonnen haben, hat sich mit den BUMO-Wohnboxen und dem Gesamtkonzept von BUMO zu einem interessanten Angebot für andere Mobilreisende entwickelt. Drei, in Länge und Gewicht differierende BUMO-Boxen werden am Firmenstandort Mühlacker angeboten. Diese sind, was den Grundriss, die Bettenanzahl und die Ausstattung betrifft, komplett individualisierbar. Vom Wüstenmobil mit Allrad-Antrieb bis zum gemütlichen Familienmobil und vieles dazwischen ist in Mühlacker machbar. Nicht nur Birgit und Peter Buchner, sondern das ganze Team gibt alles, um Kundenwünsche zu realisieren und Kundenträume wahr werden zu lassen. Besonders die Variante „Abenteurer“ mit Alkoven für Basisfahrzeuge bis 7,5 Tonnen Gesamtgewicht ist derzeit sehr gefragt.

Und dann hat es einer einfach gemacht …

BUMO Nummer eins, der persönliche Reise-Lkw von Birgit und Peter Buchner, muss also noch ein bisschen warten, bis er auf die ganz große, lange Reise gehen darf. Einen Teil ihres Traumes haben sich die Buchner seit Januar 2019 jedoch erfüllt: Inzwischen leben sie mit Hund Timi in BUMO. Zufrieden, nachhaltig und mit der Gewissheit, etwas Neues und Wichtiges für sich und andere geschaffen zu haben. Die ansonsten auf Kunststoff und GFK-Platten setzende Branche ordentlich aufgerüttelt zu haben.

Ihr Konzept, ein Wohnmobil aus natürlichen Materialien und nachhaltigen Rohstoffen zu gestalten, ist aufgegangen. Über ihrer Sitzecke hängt ein Schild mit der Aufschrift:

„Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer. Der wusste das nicht und hat’s einfach gemacht.“

Motto BUMO

Wohnmobil und Nachhaltigkeit – BUMO ist einzigartig

Einfach war es für die Buchner bestimmt nicht immer. Aber mit BUMO zeigen sie, wie gut Wohnmobil und Nachhaltigkeit zusammengehen können. Man muss es nur wollen. Und dann machen.

Weil ein paar bewegte Bilder oft mehr sagen als tausend Worte. Mit dem Link gibt es zum YouTube-Film über BUMO.

Dieser Bericht spiegelt unsere persönliche Meinung und unsere Erfahrungen wider. Aus rechtlichen Gründen müssen wir jedoch folgenden Hinweis hinzufügen: „Werbung ohne Auftrag/ Bezahlung durch Namensnennungen.“ Wir danken für Euer Verständnis.

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