Rückblick Caravan Salon 2018 – Als Bloggerin dabei und mittendrin

Rückblick Caravan Salon 2018 – Als Bloggerin dabei und mittendrin

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Jetzt sind die Tore des Caravan Salons 2018 schon fast eine Woche geschlossen – Zeit, noch einmal ein Blick zurückzuwerfen, sich zu erinnern, abzuschließen. Bevor es in einem Jahr dann wieder heißt: Düsseldorf lädt zum größten Caravaningereignis des Jahres ein!

Ich könnte bei diesem Rückblick auf den Caravan Salon 2018 jetzt über die Fahrzeuge, über die kleinen und kompakten, groß, größeren und gigantischen, die mich in den heiligen Hallen des Messegeländes beeindruckt haben, schreiben. Ein technisches Statement abgeben, ein Fazit ziehen: Was hat mich wo und wie genau beeindruckt? Was war am cleversten, am neuesten, am überraschendsten? Sozusagen le dernier cri auf dem Laufband der Messeschönheiten mit zwei, vier oder mehr Reifen?

Rückblick Caravan Salon 2018

Über das eine oder andere Fahrzeug werde ich mit Sicherheit zu einem späteren Zeitpunkt noch berichten. Heute möchte ich die Gelegenheit nutzen, noch einmal die schönsten zwischenmenschlichen Begegnungen auf dem Caravan Salon 2018 Revue passieren zu lassen.

Da war zum einen das Team vom Presse-Center, insbesondere Alexander Kempe und Marion Hillesheim, die mein erstes Dabeisein in Düsseldorf als Bloggerin überhaupt erst möglich gemacht haben. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön und ja, es hat Spaß gemacht, in Düsseldorf  zu sein, alles hautnah erleben und darüber berichten zu dürfen. Ein herzliches Danke bin ich auch denen im Presse-Center schuldig, die geduldig all meine Anfängerfragen beantwortet und mir die Nervosität genommen haben. Und die mich täglich mit den neusten Informationen versorgt, mich durch den Dschungel von Ausstellern, Pressekonferenzen und Veranstaltungen geleitet haben.

Rückblick Caravan Salon 2018

Ich weiß aus Gesprächen, dass Einige derer, die in Düsseldorf dabei waren, das anders sehen. Aber für mich haben die Parkplatzwächter auf dem Caravan Center, die Tag und Nacht vor Ort waren, einen super Job gemacht. Sie haben es geschafft, Ordnung ins Gedränge, ins Chaos, in den täglichen Ansturm zu bringen. Als unsere Zeit in Düsseldorf zu Ende ging und wir nach Hause aufbrechen mussten, haben sie dafür gesorgt, dass parkende Pkws zur Seite gefahren wurden und wir mit unserem Dickschiff sicher die noch auf dem Caravan Center verbleibenden Wohnwagen und Wohnmobile passieren konnten. Ohne an Alu beziehungsweise GFK oder Baumästen hängen zu bleiben.

Wenn ich morgens oder abends mit den Hunden Gassi gegangen bin, wurde ich von einigen der diensthabenden Parkplatzwächter wie eine gute, langjährige Bekannte begrüßt und auch mit Streicheleinheiten für die Hunde wurde  nicht gegeizt. Kleine, nette Gesten, die mir das Herz gewärmt  und inmitten der ganzen Menschenmassen, dem Fluglärm und der Hektik eine kleine Blase mit Wohlfühlklima erschaffen haben.

Rückblick Caravan Salon 2018
Foto: Messe Düsseldorf/CTillmann

Dann waren da noch die Fahrerinnen und Fahrer der Shuttle-Busse, die uns jeden Morgen zum Messegelände hin- und abends zum Caravan Center zurückgefahren haben. Einige von ihnen waren, zugegeben, etwas maulfaul veranlagt und brummten jede Haltestellte zwischen zusammengepressten Zähnen ins Mikrofon. Außerdem begann jeden Morgen das nette Ratespiel von neuem: Wo schlängelt sich der Bus heute durch und hält er tatsächlich an dem Messeeingang, an dem ich aussteigen möchte? Das dahinterliegende System, warum an manchen Tagen die Eingänge Süd angefahren wurden, an anderen nicht oder warum auch manchmal dort angehalten wurde, wo es keinen offensichtlichen Eingang gab, hat sich mir nicht erschlossen. Aber, wie gesagt, ich war das erste Mal als Bloggerin in Düsseldorf mit dabei. Vielleicht erkenne ich ja beim nächsten Mal, dass es einen geheimen Samstags-, Sonntags-, Montags-, Dienstags- etc. Fahrplan gibt?

Rückblick Caravan Salon 2018

Ein Busfahrer ist mir allerdings im Gedächtnis geblieben, weil er so ganz anders als seine Kollegen war. Wie er so am Lenkrad saß und den Bus durch die Kreisverkehre und scharfen Kurven auf dem Messegelände kutschierte, war ihm anzumerken, dass wir es mit einem altem Hasen, einem Profi zu tun hatten. Der tatsächlich an jedem einzelnen Messeeingang stoppte und allen genügend Zeit ließ aus- bzw. einzusteigen. Nun ja, eigentlich nichts Ungewöhnliches, werden jetzt viele von Euch denken. Der Mann machte halt seinen Job. Das, was ihn mir in Erinnerung bleiben lässt ist jedoch, wie er ihn gemacht hat. Er fuhr nicht nur, er redete auch. Über die Messe, über die Haltestellen, über die Kollegen, die Wohnmobile. Mit rheinischem Dialekt und spitzem Humor. Es wurde still im Bus. Weil alle ihre eigenen Gespräche abbrachen, die Ohren spitzten und dem Busfahrer zuhörten. Immer wenn der Busfahrer eine seiner kleinen Messeanekdoten zu Ende gebracht hatte, schüttelte sich der gesamte Bus, weil alle sich vor Lachen die Bäuche hielten. Wer aussteigen musste, tat dies nur mit Widerwillen. Unser Alleinunterhalter am Steuer hatte das Talent zum Stand-up-Comedian. Ich bin mir sicher, dass mancher im Bus gern eine Extrarunde um das Messegelände mit ihm gedreht hat.

Messen sind nicht nur Informations- und Verkaufsveranstaltungen, sie bringen auch Menschen zusammen. Auf dem riesigen Gelände des Caravan Centers habe ich, bildlich gesprochen, die halbe Welt getroffen. Ich habe mit Italienern, Österreichern, Schweizern, Franzosen, Spaniern, Dänen, Holländern, Schweden, Briten, Iren, Angereisten aus den USA und Australien geredet. Meistens nur ein paar Sätze und meistens ging es natürlich auch um Wohnmobile, aber wir haben uns „verständigt“.

Rückblick Caravan Salon 2018

Die Begegnung mit einem norwegischen Ehepaar hat mich besonders tief berührt. Die beiden waren aus Südnorwegen angereist und blieben drei Nächte. Die Frau war, durch welchen Schicksalsschlag auch immer, auf den Rollstuhl angewiesen und man sah ihr an, dass die vielen Menschen, der Fluglärm, die fremde Sprache und auch die Tage auf dem Messegelände sie anstrengten. Aber sie verbrachte während ihres ganzen Aufenthaltes in Düsseldorf die frühen Abendstunden vor ihrem Wohnmobil und schaute dem munteren Treiben auf P 1 zu. Dabei ging ein Strahlen von ihr aus, das mir verriet, dass sie trotz der persönlichen Strapazen eine gute Zeit hatte. Ihre Augen funkelten vor Freude, wenn sie mit uns und den anderen Nachbarn ein paar Sätze auf Englisch sprechen konnte. Für sie war, wie sie sagte, der Caravan Salon ein Traum. Ich hoffe, dass die nette Norwegerin noch öfter die Gelegenheit haben wird, in Düsseldorf ihre ganz persönliche Traumzeit zu erleben.

Ja, der Caravan Salon lässt keinen von uns unberührt. Manch einer hat vielleicht den Kaufvertrag für sein Traummobil oder seinen Traumwohnwagen unterschrieben und fiebert der Auslieferung seines Traumfahrzeuges entgegen. Andere mussten unter Umständen feststellen, dass noch nicht der richtige Zeitpunkt gekommen ist, sich ihre Träume zu erfüllen.

Rückblick Caravan Salon 2018

Ich durfte mir im doppelten Sinn einen Traum erfüllen: Ich war mit meinem persönlichen, ganz frisch vom Händler übernommenen Traummobil auf der ersten längeren Tour unterwegs und gleichzeitig zum ersten Mal als Bloggerin in Düsseldorf mit dabei. Ob ich im nächsten Jahr wieder „Hallo Caravan Salon!“ sagen werde? Wer weiß …

Was bleibt sind die Erinnerungen. Die schönen Momente auf dem Caravan Salon, die mein Herz berührt, mich innerlich haben wachsen lassen. Deshalb hier, zum Schluss, doch noch ein persönliches Fazit:

Der Caravan Salon ist immer einen Besucht wert! Jeder der knapp 250.000 Besucher hatte dafür zwar sicherlich seinen eigenen Grund und seine eigenen Vorstellungen, doch der Traum vom mobilen Reisen hat uns alle zusammengebracht.

Tschüss, Au revoir und Danke Düsseldorf!

Eure Heike

 

(P.S.: Das Foto mit der Zufahrt zum Caravan Center stammt von: Messe Düsseldorf/ Constanze Tillmann)

 

 

 

 

 

 

 

 

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