
Wo sollen wir denn alle hin? Mehr Wohnmobilstellplätze gebraucht
Wo sollen wir denn alle hin? Wir beschäftigen uns mit der Frage, warum Deutschland mehr Wohnmobilstellplätze braucht: Fakten, Zahlen, Microcamping, Appelle an Gemeinden und Hersteller sowie Ideen für die Zukunft.
Ein Facebookbeitrag, den wir direkt nach dem CARAVAN SALON 2026 posteten und der mit über 700 Kommentaren ein bisschen viral ging, bringt uns dazu, uns mit dem Thema WOHNMOBILSTELLPLÄTZE näher zu beschäftigen. Was war passiert?

Frust statt Reiselust – Warum Deutschland mehr Wohnmobilstellplätze braucht
Auf dem Rückweg vom CARAVAN SALON 2026 in Düsseldorf hin zu unserem Heimatort im südhessischen Odenwald wollten wir noch ein oder zwei Nächte an einem netten Ort relaxen. Zwölf Tage lang hatten wir Termine wahrgenommen, viel gesehen, geredet und geschrieben. Jetzt wollten wir ohne die andauernde Beschallung von über dem Caravan Center P1 hinwegdonnernden Flugzeugen endlich mal ausschlafen und in der Natur mit den Hunden laufen. Die vom ständigen Pflasterlaufen auf der Messe strapazierten Füße im Wohnmobil hochlegen. So war zumindest unser Plan. Aber ein an diesem Tag äußerst kapriziöses Schicksal ließ uns nach der Abfahrt aus Düsseldorf nicht zur Ruhe kommen. Alle Wohnmobilgötter hatten sich gegen uns verschworen: Ab der Ausfahrt nach Mendig auf der A 61 irrten wir von einem überfüllten Stellplatz zum nächsten, wo sich uns dasselbe Bild bot. »Alles auf unserer Strecke dicht« war die bittere Erkenntnis, die wir an dem Tag für uns verbuchen mussten. Unfreiwillig landeten wir viel früher zu Hause, als wir eigentlich geplant hatten, von Erholung keine Spur. Das war selbst für uns als erfahrene Camper ein Novum, das uns, gelinde gesagt, bis ins Mark erschüttert hat. Daher der am Folgetag entstandene Facebook-Post zum Thema mehr Wohnmobilstellplätze, der unbewusst und unbeabsichtigt den Nerv vieler unserer Mitcamper traf. Die Resonanz war überwältigend: Einige gaben uns hilfreiche Tipps, andere berichteten von ähnlichen Erlebnissen, manche bekundeten sogar, dass sie genau wegen der Problematik von überfüllten Wohnmobilstellplätzen ihr Fahrzeug verkauft hätten und auf andere Urlaubsformen umgestiegen seien. Das tut uns natürlich für die Betroffenen leid, doch so weit wollen wir trotz unseres Frustes jetzt nicht gehen. Wir lieben unser Hobby und hoffen, dass wir noch viele Jahre mit dem Wohnmobil unterwegs sein können. An diesem »verflixten Rückreisetag« kamen viele für die Stellplatzsuche ungünstige Konstellationen zusammen, die wir vorab im Messestress höchstwahrscheinlich nicht genügend berücksichtigt hatten: 1.) In Baden-Württemberg und Bayern herrschten noch Schulferien. 2.) Das sonnige, aber nicht mehr unangenehm heiße Reisewetter lockte weitere Camper aus den Niederlanden, Belgien und Frankreich in die Region. 3.) Der September ist für alle ohne schulpflichtige Kinder traditionell ein beliebter Reisemonat, das Gleiche gilt für viele im Ruhestand. Und 4.): Eine Vielzahl von Wohnmobilisten befand sich wie wir auf dem Rückweg vom CARAVAN SALON und hegte wie wir den Plan, im Anschluss ein paar Tage auf den Wohnmobilstellplätzen in der Region auszuspannen.
Dumm gelaufen, so kann man diese Erfahrung wohl zusammenfassen. Und doch bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Denn ganz ehrlich: Wer von euch hat noch nie erlebt, dass die Stellplatzsuche aus dem Ruder läuft? Dass man erst beim dritten oder vierten oder gar fünften Platz fündig wird und dann zudem in Sachen Lage und Ausstattung einen Kompromiss machen muss? Bei wem steigt der Blutdruck nicht, wenn er an überfüllte Plätze denkt, auf denen man wie die Ölsardinen zusammengequetscht übernachtet? Wer vermisst bisweilen nicht auch das Urlaubsgefühl, das bei der ganzen Parkplatzsuche auf der Strecke bleibt?
Mehr Wohnmobilstellplätze nötig – Auch auf dem 6. Deutschen Stellplatztag ein Thema
Was bei uns zusätzlich hinzukommt: Wir sind nicht nur als Camper, manchmal ebenso als journalistisch Tätige unterwegs, haben auf dem CARAVAN SALON an verschiedenen Tagungen teilgenommen. Wie zum Beispiel am 6. Deutschen Stellplatztag, der in Düsseldorf vom Caravaning Industrie Verband (CIVD), dem ADAC und dem Deutschen Tourismusverband (DTV) veranstaltet wurde. Dort ging es genau um die Frage, die wir uns als aktive Wohnmobilisten oft am Abend eines Reisetages stellen: Wo sollen wir denn alle hin?

Warum Deutschland mehr Wohnmobilstellplätze braucht – Fakten und Zahlen
Werfen wir einen Blick auf die Fakten, die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Auf 1.046.383 zugelassene Wohnmobile (Stand 2025) kommen 5.452 Reisemobilstellplätze mit im Durchschnitt 14 Standplätzen pro Reisemobilstellplatz, was in summa summarum insgesamt 76.328 Standplätze ergibt (Quelle HWPlan Stadtplanung, B2K Architekten, Stadtplaner).
Salopp gesagt beziehungsweise gerechnet: 77.000 Standplätze für über eine Million Wohnmobile. Kein Wunder, dass es da nicht nur in der Hauptsaison eng wird!
Nun gut, mag man einwenden, nicht alle zugelassenen Wohnmobile sind zum selben Zeitpunkt und dann auch noch in Deutschland unterwegs. Manche Camper zieht es ins benachbarte Ausland, manche können oder wollen nur zu bestimmten Saisonzeiten fahren. Und doch wird das Problem dadurch nicht wirklich entschärft. Der Bestand an Reisemobilen hat sich seit 2016 mehr als verdoppelt. Die Zahl der Stellplätze hinkt trotz der Bemühungen, mehr zu erschaffen, weiterhin deutlich hinterher, die bestehenden Wohnmobilstellplätze sind dem Ansturm nicht immer gewachsen. Und gerade in Regionen, wo wir als Camper gerne hinfahren, wo der Bedarf also deutlich erhöht ist, herrscht zu Stoßzeiten (Ferien, Feiertage) Mangel.
Wohnmobilisten als Wirtschaftsfaktor
Ein Umstand, der sich nicht nur für uns Wohnmobilisten, sondern letztendlich auch für die Gemeinden, die nicht vom Wohnmobilboom profitieren, negativ auswirkt: Denn Achtung, wir Camper sind nicht nur Menschen, die ein gemeinsames Hobby vereint. Wir sind ein nicht zu vernachlässigender Wirtschaftsfaktor! Ein Stellplatz bringt Menschen in die Region, den Ort. Menschen, die eine Übernachtungsgebühr bezahlen. Menschen, die morgens Brötchen und die eine oder andere lokale Spezialität im Einzelhandel kaufen. Die nachmittags bei Kaffee und Kuchen in einem Café sitzen oder abends im Restaurant essen gehen. Die an der örtlichen Tankstelle tanken, ein Museum oder einen Freizeitpark besuchen, Mitbringsel für die Nachbarn oder den Blumen-/ Katzensitter besorgen. Menschen, die ihr Geld in dem Landstrich lassen, den sie bereisen: Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass ein Wohnmobilist im Durchschnitt ca. 50 bis 60 Euro pro Person und Tag ausgibt. Bei einem gut ausgelasteten größeren Stellplatz können also mehrere Tausend Euro täglich in die örtliche Wirtschaft fließen. Warum lassen sich so viele Gemeinden trotz knapper kommunaler Kassen dieses Geschäft entgehen?
Vor Jahrzehnten noch in die Schmuddelecke gedrängt, ist Camping heute eine wichtige Einnahmequelle, die man nicht außer Acht lassen sollte. Laut Deutschem Wirtschaftswissenschaftlichem Institut für Fremdenverkehr (dwif) gab es 2025 in Deutschland rund 56 Millionen Übernachtungen auf Campingplätzen und zusätzlich etwa 20 Millionen Übernachtungen auf Stellplätzen außerhalb von Campingplätzen. Die Zahl der aktuellen Stellplatzübernachtungen liegt damit rund 48 Prozent über dem Wert von 2016. Insgesamt sorgten Caravaning-Urlauber für 22.721,3 Millionen Euro Umsatz im Gesamt-Campingsegment. 7.188,1 Millionen flossen davon in die Investitionen für die Ausrüstung, 7.683,4 Millionen sind den Fahrtkosten zuzurechnen, 7.849,8 Millionen entstanden durch touristische Ausgaben in den Zielgebieten. Knapp acht Millionen Euro – eine Menge Geld, das da quasi auf den Gemeindestraßen liegt und nach dem man sich, um im Bild zu bleiben, nur bücken müsste. Vorausgesetzt man vollzieht einen Perspektivwechsel: Indem man Wohnmobile nicht als lästige Parkplatz- und Straßenrandblockierer ansieht, sondern sie als Gäste, für die man eine angemessene und angenehme Infrastruktur schafft, willkommen heißt.
Nicht ein Stellplatz für alle, sondern viele verschiedene für unterschiedliche Bedürfnisse
Was bedeutet das konkret? Her mit den Megastellplätzen? 100 oder mehr betonierte Parzellen mit extra Stellflächen für Gigaliner? Mit vollautomatischer Schrankenregelung, einem Sanitärgebäude, Gastrobereich, Brötchenservice und Onlinereservierung? Nicht schlecht, aber so hoch müssen die Ambitionen in Sachen Wohnmobilstellplatz nicht zwangsläufig gesteckt werden. Manchmal ist weniger mehr. Wir sind uns sicher, dass eine Menge Camper ähnlich wie wir denken. An vielen Reisetagen reichen die »Basics« völlig aus: ein Übernachtungsplatz mit Ver- und Entsorgungsstation, vielleicht sogar mit der einen oder anderen Stromsäule. Sicher, nah am Ortskern oder an einem touristischen Highlight gelegen. Dort kann man in Ruhe nächtigen, am nächsten Morgen schnell eine Kleinigkeit einkaufen oder etwas besichtigen und weiter geht es auf der Route zum Zielgebiet. Bleibt man zwei oder drei Nächte, sucht die Natur und Abgeschiedenheit, sind Stellplätze mit fünfzehn, zwanzig Parzellen und mit Blick aufs Wasser oder Bergpanorama am Rand der regionalen Fahrrad- und Wanderwege nett. Für den Zwischenstopp reicht oft ein kommunaler Parkplatz, der für Reisemobile hergerichtet und (wichtig!) entsprechend ausgeschildert ist. Selbstverständlich möchte man sich im Urlaub auch mal verwöhnen lassen, hier fällt die Wahl dann auf mit allem Komfort ausgestattete Stell- oder Campingplätze. Wie man an den Beispielen sieht, sind bei der Anlage von Stellplätzen viele unterschiedliche Varianten denkbar, der Kostenaufwand für die Gemeinden kann gering oder sehr hoch ausfallen, je nach Gusto und Möglichkeiten. Wir Camper sind ein bunt gemischtes Völkchen mit vielfältigen Interessen, Vorlieben und finanziellen Ressourcen. So bunt und abwechslungsreich sollten auch die Stellplätze sein. Also nicht ein Stellplatz für alle, sondern viele verschiedene Wohnmobilstellplätze für unterschiedliche Bedürfnisse. Der Mix macht’s!
Allerdings sollte man eins im Auge behalten: Ein größeres Stellplatzareal in Deutschland zu planen und schlussendlich zu realisieren dauert, ein Zeitraum von 36 Monaten und mehr ist keine Seltenheit. Hier muss man als potenzieller Betreiber wie auch als Stellplatzsuchender einen langen Atem haben, die angespannte Stellplatzsituation wird sich trotz derzeit sinkender Zulassungszahlen von Campingfahrzeugen nicht über Nacht ändern.
Microcamping als Ergänzung zum klassischen Stellplatz
Eine gute Alternative beziehungsweise Ergänzung zu den klassischen Wohnmobilstellplätzen besteht in Plattformen, die sogenanntes Microcamping anbieten:
Hier findet man nur wenige (meistens nicht mehr als drei bis fünf) private Stellplätze in der Natur vor, steht in persönlichem Kontakt mit den Gastgebern. Beim Besuch von Bauernhöfen, Winzern, Brauern, Gasthöfen, Direktvermarktern und Handwerksbetrieben kann man Land und Leute kennenlernen und die Vorzüge der jeweiligen touristischen Region auskosten.
Einer der bekanntesten Anbieter von Microcampingplätzen ist Landvergnügen, ein digitaler Reise- und Stellplatzführer, der mehr als 5.000 Stellplätze in Deutschland, Österreich und in der Schweiz umfasst. Das Konzept von Landvergnügen verbindet naturbezogenes Reisen abseits der touristisch ausgetretenen Pfade mit direkter Unterstützung regionaler Betriebe. Als Mitglied von Landvergnügen darf man mit dem Wohnmobil, Wohnwagen, Campervan und Dachzelt an 365 Tagen kostenlos bei den jeweiligen Gastgebern übernachten, im Gegenzug wird ein Einkauf vor Ort geschätzt. Die Jahresmitgliedschaft kostet derzeit 69.90 Euro.
Die Nutzung und Registrierung auf der Buchungsplattform AlpacaCamping ist grundsätzlich kostenlos, stattdessen wird der Stellplatz individuell pro Nacht abgerechnet. Da die Stellplätze dort sehr variieren – von einfach bis komfortabel in Toplagen – sind die Preise entsprechend unterschiedlich, starten bei ca. 10 bis 15 Euro pro Nacht und können bis auf über 30 Euro klettern. Bei jeder Buchung kommt zur Übernachtungsgebühr für den Gastgeber eine geringe Vermittlungs- und Servicegebühr hinzu. Insgesamt stehen auf der AlpacaCamping Plattform über 4.000 private Stellplätze fürs Wohnmobil, den Wohnwagen, das Dachzelt und Zelt zur Verfügung.
Für naturnahes Microcamping gibt es zahlreiche weitere Plattformen, wie zum Beispiel VanSite, Campspace, Hinterland.Camp, Nomady, das Angebot steigt also. Allerdings sollte man beachten, dass Microcamping kein vollwertiger Ersatz für klassische Stellplätze ist. Oft fehlt es dort an der Infrastruktur, die gerade für größere Fahrzeuge notwendig ist.
Gute und zielgerichtete Ansätze, mehr Übernachtungsplätze für Wohnmobile zu schaffen, sind also vorhanden. Dennoch bleibt leider Fakt, dass derzeit weiterhin der Mangel regiert: 77.000 offizielle Wohnmobilstellplätze für über eine Million zugelassene Wohnmobile.

Appell an Gemeinden: Ein wohnmobilfreundliches Deutschland schaffen
Wo sollen wir denn alle hin?
Wir brauchen Wohnmobilstellplätze, wo wir legal stehen dürfen und wo die Infrastruktur für uns stimmt. Wo wir nicht nur geduldet, sondern willkommen geheißen werden. Wo wir nicht nur parken, sondern ankommen können. Wo wir uns so wohlfühlen, dass wir gern einen Teil unseres Reisebudgets dort lassen. Geben und Nehmen, das ist für viele von uns Campern selbstverständlich.
Und ein Hinweis an euch liebe Verantwortlichen: Es stimmt, dass der Corona-Boom vorbei ist. Die neuesten Zulassungszahlen zeigen sich ein wenig abgeflacht. Aber es wäre ein Trugschluss zu denken, dass die vielen Wohnmobile von den Straßen verschwinden werden. Nein, Caravaning ist weiterhin so beliebt wie kaum eine andere Urlaubsart. Mehr als eine Million WohnmobilfahrerInnen plus deren Mitreisende üben dieses Hobby mit Herz und Leidenschaft aus. Allen ist daran gelegen, dass sich die Stellplatzsituation und die Akzeptanz für diese Reiseform bessert. Aber das funktioniert nur zusammen. Wir Stellplatzsuchende richten uns nicht gegen die Städte und Gemeinden, gegen die Naturverbände oder gegen AnwohnerInnen. Wir möchten zusammen mit euch ein wohnmobilfreundliches Deutschland schaffen. Statt zu verunglimpfen, wegzugucken oder zu bremsen, lasst uns den Wohnmobiltourismus sinnvoll gestalten, damit beide Seiten davon profitieren. Mit ein bisschen guten Willen und Vorstellungskraft kann man viel erreichen. Vor allem, wenn man auch mal die fragt, die sich in der Praxis damit auskennen: uns Wohnmobilfahrerinnen und -fahrer.
Liebe Städte, Kommunen, Tourismusverbände, private Betreiber, Landwirte, Gastronomen und Naturverbände: Ihr habt es in der Hand, den Reisemobiltourismus zu fördern und gleichzeitig selbst davon zu profitieren. Zur Erinnerung: Caravaning ist kein Nischenthema mehr, sondern ein Wirtschaftsfaktor.
Mehr Wohnmobilstellplätze für Deutschland – Auch die Hersteller sind in der Pflicht
Und liebe Hersteller: Auch ihr seid in der Pflicht. Es reicht nicht, immer mehr Fahrzeuge zu produzieren, die letztlich nirgendwo unterkommen. Der Frust in der Campercommunity steigt nicht nur wegen der hohen Preise, wegen Qualitätsmängeln und unzureichendem Service. Es fehlt uns nach dem Kauf an Raum. Wir brauchen Plätze und Orte, an denen wir uns willkommen fühlen. An denen uns das Gefühl vermittelt wird, dass sich unsere hohe finanzielle Investition gelohnt hat. Schon jetzt bereuen viele Neucamper, dass sie ein Wohnmobil gekauft haben. Und Altcamper verkaufen wegen des Stellplatzmangels die Fahrzeuge, an denen sie doch eigentlich hängen. Also liebe Hersteller: Es reicht nicht aus, uns Kunden in eurer Werbung eine Freiheit vorzugaukeln, die es nicht oder nicht mehr gibt. Natürlich würden die meisten von uns liebend gern den einsamen Platz am See oder auf dem Bergplateau anfahren, der durch eure Werbespots flimmert. Aber seien wir realistisch: Zu 95 Prozent ist es inzwischen und aus guten Gründen verboten, dort mit dem Wohnmobil zu nächtigen. Wir benötigen händeringend legale Stellplätze, die zum Verweilen einladen.
Das fällt nicht in euren Zuständigkeitsbereich? Denkt doch mal ein bisschen über den eigenen Horizont hinaus: Ihr könnt eigene Stellplatzprojekte initiieren oder mitfinanzieren. Oder die Kommunen bei der Planung und Realisierung unterstützen, denn ihr seid schließlich diejenigen, die sich mit Campingfahrzeugen auskennen! Gebt Anreize für mehr Microcamping. Und wirkt auf die Politik ein, um behördliche Vorgaben zu vereinfachen und das Regelwerk zu entschlacken.
Wer Wohnmobile baut und verkauft sollte ebenfalls Verantwortung für die Infrastruktur übernehmen, die die Kunden benötigen.

Wo sollen wir denn alle hin, um endlich anzukommen?
Wo sollen wir denn alle hin? Es wäre schön, wenn wir uns in absehbarer Zeit diese Frage nicht mehr stellen müssten.
Unser Traum besteht darin, eine Adresse oder Koordinaten ins Navi einzugeben und zu wissen, dass wir einen Ort anfahren, an dem wir ohne Wenn und Aber ankommen und bleiben dürfen.
Mehr Wohnmobilstellplätze für Deutschland sind nötig – Und das möglichst bald!



